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Bereit - Neues zu Lernen?

Aktualisiert: 19. Feb 2019


Die Gesellschaft entwickelt nur sehr langsam digitale Kompetenzen und kaum jemand beherrscht Programmiersprachen oder das Gestalten von Webanwendungen, das gilt übrigens auch für die Jüngeren.


Immer mehr private Bildungseinrichtungen entstehen und vermitteln Fähigkeiten die dringend notwendig sind. Hier einige Beispiele bitkom Akademie, Zeit online Akademie, IHK Akademien, Good School, Les Enfant Terribles, Brainbirds Academy, shiftschool


Nürnberg: Ein kühler Samstagmorgen Anfang Oktober 2018. 25 Frauen und Männer im Alter von 23 bis 58 Jahre starten als Class 4 ihren ersten Tag an der shiftschool – eine private Akademie für digitale Transformation in Deutschland. Diese zukünftigen digitalen Transformer besuchen die Akademie in ihrer Freizeit und neben Ihrem bisherigen Beruf. Sie machen sich fit für die Zukunft und wollen diese mitgestalten. Hier bekommen Sie das nötige MINDSET, die SKILLS und ein großes NETZWERK.



Begrüßung zum Start der shiftschool CLASS FOUR


Ein positiver Trend – doch reicht das schon?

Immer mehr Deutsche entwickeln sich zu digitalen Vorreitern. Die Gesellschaft wird digitaler – bereits 37 Prozent der Deutschen lassen sich zu den ‚Digitalen Vorreitern‘ zählen, ein Plus von 3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, besagt die neueste Studie des D21-Digital-Index 2018/19.


HANNES SCHWADERER Präsident der Initiative D21, Head of Enterprise Sales Intel Deutschland GmbH betont im Vorwort des Index „Wir sehen, dass insgesamt immer mehr Bürgerinnen und Bürger souverän mit der Digitalisierung umgehen und sich offen für den technischen Fortschritt zeigen. Das ist ein gutes Zeichen! Denn wir brauchen diese Kompetenzen in Anbetracht der weiter zunehmenden Geschwindigkeit des technischen Fortschritts. Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass noch stärker als bisher in die Köpfe der deutschen Bevölkerung investiert werden muss – von der Politik sind klare Maßnahmen entlang der Bildungskette notwendig, aber auch die Arbeitgeberinnen und -geber stehen viel mehr als früher in der Verantwortung, die Digitalkompetenzen der Belegschaft zu fördern – das ganze Beschäftigungsleben lang.“




Eigeninitiative ist von allen gefordert – der Staat hinkt hinterher!

Private Bildungseinrichtungen, zumeist im beruflichen Umfeld leisten hier die Pionierarbeit und sind auf dem Vormarsch. Hier ein paar Beispiele aus der ganzen Republik die Mut machen:


Good School – Schule für digitale Transformation in Hamburg, gegründet von Simone Ashoff. Bereits seit 2009 bietet die Schule mehrtägige Lern Events, maßgeschneiderte Programme für Unternehmen und Agenturen und Beratung und Begleitung zur Entwicklung von lernenden Organisationen.


Les Enfants Terribles ist eine Schule, Initiative und Community für neues und acht­­sameres Arbeiten – in dieser schnellen, digitalen, komplexen Welt. Marion King, Gründerin aus Berlin sagt: „Les Enfants Terribles ist aber auch eine Schule. Wir glauben, dass man gutes Arbeiten lernen kann – und muss. Im digitalen Zeitalter brauchen wir neue Formen der Zusammenarbeit und neue Kompetenzen, die uns mit diesen Anforderungen besser umgehen lassen. Wir beraten und begleiten Unternehmen, Teams und einzelne Menschen auf ihrem Weg hin zu zeitgemäßerem Arbeiten.“ Die Schule bietet „zeitenreise“ eine Ausbildung für gutes, neues Arbeiten, in verschiedenen Modulen mit on- und offline Präsenz über die Dauer von einem Jahr.


Die Brainbirds Academy in München bietet in ganz Deutschland mehrtägige Seminare, Vorträge und Key Notes. Vom strategischen Überblick, über neue Technologien, aktuelle Arbeitsmethoden bis hin zum Handwerkszeug für Organisationsentwicklung und Transformation. Sie zeigen auf, wie führende digitale Player und erfolgreiche Startups arbeiten und wie etablierte Unternehmen die digitale Transformation gestalten. Sie verstehen sich dabei als Begleiter, der hilft, neue Erkenntnisse vor dem Hintergrund Ihrer eigenen Erfahrungen zu reflektieren.


Und last but not least die shiftschool in Nürnberg, die erste Akademie für digitale Transformation, gegründet von Christina und Tobias Burkhardt. Hier ein kurzes Video –Interview mit den Gründern.







Werfen wir noch einen Blick auf die 25 shiftschooler der Class FOUR. Am Ende des ersten Wochenendes haben sie einen ersten großen Einblick bekommen, was sie in den nächsten 18 Monaten alles erwartet. Was sind die Gründe für diese Herausforderung? Hier einige Zitate:


Alexandra (51 J.): „ Ich besuche die shiftschool, weil ich die digitale Transformation nicht nur als Zuschauer erleben will, sondern verstehen und aktiv gestalten - sowohl im Unternehmen als auch im Alltag. Mein Ziel ist es, meine Erkenntnisse den Menschen in meinem Umfeld näher zubringen und sie gemeinsam mit ihnen anzuwenden.“


Daniel (34J.) „Weil mich das innovative Konzept überzeugt hat und ich Zertifikate leid war, die zwar theoretisches Wissen aber keinen praktischen Nutzen gebracht haben. 2. Weil ich durch meine langjährige Tätigkeit in einer digitalen Firma viel spezifisches Wissen aufgebaut habe, aber im Sinne eines Generalisten gerne über den Tellerrand hinaus schauen möchte und damit vorhandene Lücken schließe. 3. Wer andere transformieren will, sollte zuerst sein eigenes Mindset auf die Probe stellen. Und dazu gehört es auch aus der eigenen Komfortzone zu kommen. Definitiv eine der größten Challenges, aber auch einer der Gründe zur Wahl der shiftschool.


Chrissi (41J.) "Ich besuche die SHIFTSCHOOL, weil ich hier die Möglichkeit habe mit Gleichgesinnten über die spannende Aufgabe nachzudenken, was Transformation wirklich bedeutet und ich mir mithilfe von Tools, Experten und verschiedenen Formaten Skills aneigne, um mein (digitales) Profil zu entwickeln und zu schärfen."


Moritz (23J.) "Weil Digitalisierung uns alle angeht, und da reicht es nicht mit einer Idee um die Ecke zu kommen. Die braucht Hand und Fuß und vor allem Verstand. Und den bekommt man nur, wenn man in der Gesellschaft was bewirkt. Deshalb schätze ich die bunte Zusammensetzung so sehr, weil das ein reales Bild schafft und keine Homogenität in der Gruppe (jedenfalls demografisch). Nicht zuletzt braucht es auch einen offenen, lockeren Umgang und eine Atmosphäre, die kreative Gedanken zulässt."

Hast du schon ein konkretes Ziel vor Augen: "Immer die nächste Challenge, die mir neue Herausforderungen stellt und mich fordert. Aber ganz allgemein freue ich mich auf die Zukunft und das was sie uns mitbringt. Einfach offen sein für neues und den besten Umgang für einen selbst finden, sind Ziele die ich mir kontinuierlich, nicht nur im shiftschool Kontext, vornehme.


Thomas (51J.) “ Weil ich dort mit zukunftsfähigen Methoden einzeln und gemeinsam mit Gleichgesinnten effektiv und mit Spaß an meinen digitalen Defiziten arbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse beruflich wie privat weiterentwickeln kann. Ziel ist die Anwendung im Arbeitsalltag sowie die Wissensweitergabe firmen - und netzwerkintern, der breite Überblick über die Veränderungsthemen und nicht zuletzt eine doch sehr coole shiftschool-Gemeinschaft!“


Jeder einzelne ist gefordert, sein Know how rund um das Thema Digitalisierung zu erweitern oder auch zu teilen, um Teilhabe und Gestaltung an der Welt von morgen zu sichern und das nicht nur im beruflichen Kontext sondern auch im täglichen Leben.


Autor: Monika Rührup


Bildnachweis: Wix, eigen


Quelle: D21 Digital Index - 2018/2019

Jährliches Lagebild der Digitalen Gesellschaft




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